In jener Zeit
18, 21 trat Petrus zu Jesus und fragte: Herr, wie oft muss ich meinem Bruder vergeben, wenn er gegen mich sündigt? Bis zu siebenmal?
22 Jesus sagte zu ihm: Ich sage dir nicht: Bis zu siebenmal, sondern bis zu siebzigmal siebenmal.
23 Mit dem Himmelreich ist es deshalb wie mit einem König, der beschloss, von seinen Knechten Rechenschaft zu verlangen.
24 Als er nun mit der Abrechnung begann, brachte man einen zu ihm, der ihm zehntausend Talente schuldig war.
25 Weil er aber das Geld nicht zurückzahlen konnte, befahl der Herr, ihn mit Frau und Kindern und allem, was er besaß, zu verkaufen und so die Schuld zu begleichen.
26 Da fiel der Knecht vor ihm auf die Knie und bat: Hab Geduld mit mir! Ich werde dir alles zurückzahlen.
27 Der Herr des Knechtes hatte Mitleid, ließ ihn gehen und schenkte ihm die Schuld.
28 Als nun der Knecht hinausging, traf er einen Mitknecht, der ihm hundert Denáre schuldig war. Er packte ihn, würgte ihn und sagte: Bezahl, was du schuldig bist!
29 Da fiel der Mitknecht vor ihm nieder und flehte: Hab Geduld mit mir! Ich werde es dir zurückzahlen.
30 Er aber wollte nicht, sondern ging weg und ließ ihn ins Gefängnis werfen, bis er die Schuld bezahlt habe.
31 Als die Mitknechte das sahen, waren sie sehr betrübt; sie gingen zu ihrem Herrn und berichteten ihm alles, was geschehen war.
32 Da ließ ihn sein Herr rufen und sagte zu ihm: Du elender Knecht! Deine ganze Schuld habe ich dir erlassen, weil du mich angefleht hast.
33 Hättest nicht auch du mit deinem Mitknecht Erbarmen haben müssen, so wie ich mit dir Erbarmen hatte?
34 Und in seinem Zorn übergab ihn der Herr den Peinigern, bis er die ganze Schuld bezahlt habe.
35 Ebenso wird mein himmlischer Vater euch behandeln, wenn nicht jeder seinem Bruder von Herzen vergibt.
19, 1 Und es geschah, als Jesus diese Reden beendet hatte, verließ er Galiläa und zog in das Gebiet von Judäa jenseits des Jordan.
Ein kreativer und humorvoller Abend bildete den Auftakt der Zeller Schlossgespräche, standen doch Heini Staudinger und BEDA auf der Bühne.
Der eine als origineller und tiefsinniger Unternehmer, der seine Firma GEA so zu führen versucht, dass der Mensch im Mittelpunkt steht, anstatt der maximale Gewinn. „Solang ma´s Auskommen haben, gibt´s nix zum Jammern“, ist ein Satz, der Staudinger seit seiner Kindheit begleitet. Mit Sätzen von Goethe bis Gandhi versucht er, sich dem Diktat des Geldes zu widersetzen und jeden Menschen in seiner Würde zu sehen - auch sich selbst; und: „Zur Pflege der eigenen Würde ist es notwendig, dass man das, was man machen kann, auch tatsächlich macht.“
Perfekt ergänzt wurde Heini Staudinger durch die Musik von BEDA. Auch Peter Mayer sieht die Welt und das Geschehen im Alltag mit wachsamen Augen und kommentiert es pointiert in seinen Liedtexten. „Wia wissatn´s eh, wia´s geht, owa wia toan´s net. …Ois soi genauso bleib´n, wia´s is. Und olle aundan san Schuid!“, bringt ein Grundproblem auf den Punkt.
Die Zeller Schlossgespräche zum Thema „Der Erde UND dem Menschen gerecht“ werden fortgesetzt am 19.11., 19.30 Uhr mit einer Podiumsdiskussoin mit der Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb, dem Sozialethiker Markus Schlagnitweit, Christian Dörfel vom oö. Landtag und Bjarne Kirchmair von Fridays for Future. Infos unter: www.schloss-zell.at.